Cohiba
Sie ist die >>Havanna<< schlechthin und wird von vielen Zigarrenexperten als die beste Zigarre eingestuft, die derzeit auf dem Weltmarkt angeboten wird. Die Vornahme dieser Einstufung jedoch obliegt dem Aficionado selbst, da jeder einen anderen Geschmack und andere Vorlieben hat. Die Cohiba wurde erst 1968 kreiert und hat mittlerweile wahren Kultstatus erlangt. Mitbegründer dieser Zigarre war Avelino Lara, der von 1968-1994 die El Laguito-Fabrik leitete. Bis 1983 war es jedoch nur Fidel Castro und seinen Staatsgästen vorbehalten, diese Kunst kubanischer Zigarrenmacher kennenzulernen. Der Tabak der Cohibas wird zusätzlich einer dritten Fermention unterzogen und wird fast ausschließlich von weiblichen Torcedores verarbeitet. 1992 wurde neben der Serie Clasica, die mit ihrer Würzigkeit und ihrem recht ausgeprägten Aroma an klassische Havannas erinnert, die Serie Linea 1492 (Siglo) eingeführt. Diese gestaltet sich eindeutig milder, aber mit noch mittelstarkem Körper.
Hoyo
Hinter diesem Namen verbirgt sich eine der bekanntesten Vega fincas auf Kuba. Das sind Plantagen, auf denen in der Sonne gezogene Tabaksorten produziert werden, die für absolut ersklassige Um- und Deckblätter Verwendung finden. Viele Zigarrenliebhaber halten die Double Corona für die beste Zigarre der Welt. Aber auch die Epicure No.1 und No.2 verdient nach Expertenmeinung besondere Beachtung.
Punch
Mit ihrem Erscheinungsjahr 1840 gehört die Punch zu einer der drei ältesten Havanna-Marken, die heute noch hergestellt werden. Diese Zigarren mit Ihrem mittelkräftigen Aroma erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass sie zu den preiswerten Havanna-Marken gehört und qualitativ ganz oben anzusiedeln ist. Unsere besondere Empfehlung gilt der Churchill und der Double Corona.
Romeo & Julieta
Die Romeo & Julieta zählt zu Kubas begehrtesten Zigarrensorten. Eines der besten Formate dieser Serie ist die Churchill - unglaublich geschmackvoll und von herausragender Qualität. Ihren Namen erhielt sie zu Ehren von Sir Winston Churchill. Insgesamt erwartet den Raucher eine hervorragend gemachte und zugleich ausgewogen komponierte Zigarre, deren mittelkräftiger Körper eine Fülle von Aromen freigibt.
Montecristo
Die Montecristo (insbesondere die Montecristo A) gehört ohne Zweifel zum Besten, was auf dem Markt der Havannas angeboten wird. In Bezug auf Qualität und Machart muß man lange suchen, um Vergleichbares auf dem Markt zu finden. Das ist mit ein Grund dafür, daß die Montecristo die Hälfte des jährlichen kubanischen Zigarrenexports ausmacht. Die Hälfte davon fällt allein auf die Marke Montecristo No.4 Die Montecristo No.2 zählt bei vielen Kennern als die beste Pyramide überhaupt. Alle Montecristos haben ein feines Aroma mit einem einzigartigen Geschmack.
Trinidad
Lange Jahre war diese lengendäre Zigarre ausschließlich den Staatsgästen von Fidel Castro vorbehalten. Mit dem Jahre 1998 wurde sie dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese ausgewogene Havanna ist etwas leichter als die Cohiba, dennoch ist sie recht würzig und gibt beim Rauch eine Fülle von Aromen frei. Weltweit wird bislang nur ein einziges Format angeboten, die Funfadores.
... und noch
Der Zigarrenring
Welchen Funktion hat eigentlich der Zigarrenring? Soll er die Finger vor Verfärbungen schützen oder die Zigarre zusammenhalten? Diverse Deutungen wurden schon angestellt, doch es gibt eine ganz plausible Erklärung für diese Erfindung. Obwohl 1846 auf Kuba die ersten Zigarrenringe gesichtet wurden, ist die erfolgreiche Einführung der Bauchbinde auf den Einfallsreichtum eines holländischen Händlers zurückzuführen. Gustav Bock war einer der ersten Europäer, der mit Havanna-Zigarren gehandelt hat. Die Idee die Zigarren mit einfachen weißen Zigarrenringen zu versehen, entstand 1850 lediglich aus der Absicht heraus, die eigenen Zigarren von der Konkurrenz abzuheben. Viele Hersteller folgten seinem Beispiel. Mit der Verbreitung der Lithographie beschäftigten sich viele Künstler mit der Gestaltung der Ringe und diverse Könige, Politiker und später auch Prominente nahmen für sich in Anspruch, mit ihrem Portrait einen Zigarrenring zu zieren. Heute sind die kunstvoll bedruckten Zigarrenringe nicht mehr von handgemachten Zigarren wegzudenken und zu begehrten Sammlerobjekten geworden. Unstimmigkeit herrscht lediglich bei der Frage, ob der Zigarrenring beim Rauchen entfernt werden sollte oder nicht. Letztendlich kann dies jeder für sich selbst entscheiden. Um das Deckblatt nicht zu verletzten, sollte der Zigarrenring erst nach dem Anzünden, wenn sich die Zigarre erwärmt hat, entfernt werden. Dann läßt sich der mit Pflanzenleim befestigte Ring leicht lösen.






