Frühbuchervorteil die Kundenfalle
Wir kennen alle die Werbespots aus dem TV, in denen uns die großen Reiseveranstalter uns den Frühbuchervorteil schmackhaft machen. Und gerade in diesen schweren Zeiten, schaut jeder wo er ein paar Euro sparen kann. Da kommt dann noch ein Ersparnis von bis zu 10 % gerade richtig.
Die Konditionen sind recht einfach. Man bucht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt und erhält hierfür einen Preisvorteil vom Reiseveranstalter. So weit die Theorie, die Praxis sieht ganz anders aus, wie wir am eigenen Körper erfahren mussten.
Im Frühjahr fanden wir uns im Reisebüro wieder und wollten mit 3 Personen unsere Tour buchen. Im Glauben, dass wir nun durch das Frühbuchen auch noch ein paar Euro sparen konnten buchten wir eine Doppelzimmerbelegung und eine Einzelzimmerbelegung.
Wir buchten eine Rundreise und den Hotelaufenthalt und waren im Glauben, dass wir für diese Artikel einen Frühbuchervorteil bekommen. Doch weit gefehlt. Dies ging so nicht - jedenfalls nicht bei unserem Reiseveranstalter.
Beide Artikel wurden zu einem gesamten Artikel zusammengefasst und pro Artikel bekommt man nur einen Frühbuchervorteil, den sich der Reiseveranstalter heraussucht. D.h. wir müssen bei der Rundreise der regulären Preis bezahlen - ohne Frühbuchervorteil, mit der Doppelzimmerbelegung und erhalten nur für den Hotelaufenthalt einen Frühbuchervorteil.
Verschärft wird diese sehr zweifelhafte Auslegung noch bei der Einzelzimmerbelegung, denn hier gilt auch beide Artikel werden zusammengelegt. Jedoch kommt jetzt noch die Krönung. Der Frühbuchervorteil wird nicht gewährt und der Einzelzimmerzuschlag muss trotzdem bezahlt werden. Der Frühbuchervorteil zeigt sich als alleinreisende Person so ab, dass man im Hotel ein Doppelzimmer erhält ohne Aufpreis. Jedoch hat dies nichts mit dem Frühbuchervorteil zu tun, denn in diesem Hotel gibt es keine Einzelzimmer mehr.
Hinzu kommt noch, dass dieses Doppelzimmer auch ohne Frühbuchervorteil ohne Aufpreis abgegeben wird. Das heißt man kann auch später buchen und hat keinerlei Nachteile als Single.
Fazit :
Singles reisen wie immer ganz "normal" ohne Frühbuchervorteil und mit Einzelzimmerzuschlag.
Kommentar
Jeder große Reiseveranstalter hat sicherlich eine Marketingabteilung, die sich Gedanken macht, wie sie noch mehr Kunden an das Unternehmen binden kann. Nun fragt man sich, ob diese hochqualifizierten Leute ihre Hausaufgaben gemacht haben. Es werden spezielle Singlereisen angeboten, aber was ist mit den Menschen, die das nicht wollen. Die schauen in die Röhre.
Es ist schon traurig genug, dass so viele Singles in Deutschland leben ( ca. 14 Millionen ) und die Marketingmenschen diese als Zielgruppe schon kennen. Es reicht schon, dass diese Zielgruppe relativ gesehen einen kostenintensiveren Lebensunterhalt haben, als Paare.
Nun kommt noch hinzu, dass diese von den Reiseveranstaltern getäuscht werden und als Kunden zweiter Klasse behandelt werden. K.I.T. ( Kuba-Info Team ) trat mit dieser Tatsache an die Öffentlichkeit und war schon mit einem Fernsehteam von SWR verabredet, die einen Bericht darüber drehen wollten.
Leider konnten wir durch einen schweren Schicksalsschlag diesen Termin nicht wahrnehmen. Doch wir werden diesen Kontakt wieder herstellen, nach unserem Aufenthalt in Kuba.
Die Reaktion von Neckermann
Natürlich beschwerten wir uns, denn wir sprachen über eine Buchung im Wert von knapp 6000,- € !!! Dass sich hier ein Reiseveranstalter ein bisschen kulant zeigen sollte, meint man vorraussetzen zu können - doch nicht bei Neckermann.
Mit vorgefertigten Mails und Frasen wurden wir abgespeist und erhielten keinen Nachlass, bzw. irgendeine Kulanz von diesem Reiseveranstalter. Naja - irgendwie muss man ja teure Fußballtrainer und Werbespots bezahlen.
Die Korrepondenz mit Neckermann werden wir hier demnächst veröffentlichen.
.. und die Moral von der Geschicht ?
... traue Neckermann-Reisen nicht !
Ihre Meinung ist gefragt
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