Mojito Dieses Getränk gilt als das bekannteste Mixgetränk Kubas, Mojito wird überall zubereitet – ohne Minze ist es bekannt unter dem Namen Ron Collins.
Rezept: Saft einer halben Limone, 1 Teelöffel Zucker, 1 Stiel Pfefferminzblätter, 6 cl weisser Rum, 2 Esslöffel gestossenes Eis, Sodawasser: Den Zucker so lange mit dem Limonensaft verrühren, bis er sich gelöst hat, Minze dazu geben und mit dem Barlöffel leicht ausdrücken, dann mit Eis, Rum und Sodawasser nach Geschmack auffüllen – alles gut umrühren und mit Minzblättern garnieren.
Daiquiri Dieses Getränk hat dank Ernest Hemingway Berühmtheit erlangt. Der Name kommt vom gleichnamigen Strand am Fusse der Sierra Maestra. Dort waren Landvermesser und Geologen tätig, die zur Bewirtung ihrer Gäste nur noch Rum und Limonen hatten und sich einen Drink aus diesen Zutaten als Erstes in einer Bar in Santiago de Cuba mixen liessen.
Rezept: Der Saft einer halben Limone, 2 Esslöfel gestossenes Eis, 6 cl weisser Rum, 1 cl Zuckersirup: Cocktailglas vorher kühlen, alle Zutaten im Shaker kräftig und kurz schütteln, in das gekühlte Glas abseihen und mit Limonenscheiben garnieren.
Cuba libre „Freies Kuba“ ist das Mixgetränk für Eilige. Diese Freiheit steigt schnell in den Kopf und kann am nächsten Morgen nach Aspirin verlangen...Der Name stammt aus der Zeit der Unabhängigkeitskriege, als amerikanische Truppen Kuba gegen die Spanier unterstützten. Diese hatten als Neuheit Coca Cola im Gepäck, die sie mit dem kubanischen Rum mixten. Der Erfolg des Getränks wie der Kämpfe war dann eindeutig: Cuba libre!
Rezept: ¼ Limone oder Zitrone, 6 cl weisser Rum, Eiswürfel, Coca Cola: Schale und Saft der Limone über dem Glas auspressenn, Eiswürfel hinzu geben und mit Rum übergiessen, anschliessend mit Coca Cola auffüllen und umrühren.
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Essen und Trinken
Die kubanische Küche ist aus den Einflüssen der indianischen, afrikanischen, kreolischen und denen der Kolonialherren entstanden. Die neuen Herren der Insel brachten ihre Lebensmittel mit und versuchten, sie auf der Antilleninsel anzubauen. Grundlagen der Gerichte sind Reis, Bohnen und Kochbananen. Bevorzugt werden Hühner- und Schweinefleisch, beliebt ist lechon, Spanferkel, das oft bei Strassenfesten im Freien am Spiess brutzelt, Rindfleisch kommt nur selten als etwas ganz Besonderes auf den Tisch. Charakteristisch für die kreolische Küche ist die Verwendung von Yuca, Malanga, Süsskartoffeln, Kürbis und Okra – verfeinert wird mit Zwiebeln, Knoblauch und zahlreichen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Zimt, Pfeffer und Kräutern wie Oregano, Petersilie, Koriander, Basilikum und Bitterorangen. Fisch und Meeresfrüchte, sind bei den Kubanern nicht sehr beliebt, sie gelten als Armeleute-Essen. Besonders phantasievoll werden Fische im östlichen Landesteil zubereitet, dort rundet man den Geschmack meist mit Kokosmilch ab. Der Einfluss der französischen Einwanderer in Kubas Osten mag auch bei der feinen dortigen Küche eine Rolle gespielt haben. Wie der Verkauf von Langusten, so ist auch Krokodil auf der Speisekarte von der Regierung reglementiert. Der Geschmack des hellen, zarten Krokodilfleisches erinnert entfernt an Geflügel. Kein kubanisches Essen ohne „moros y cristianos“, was übersetzt Mauren und Christen heisst – das sind gekochte schwarze Bohnen, denen Reis und ein Gemisch aus in Öl gebratenen Zwiebeln, Knoblauch, gedünstetem Paprika sowie Oregano und Kreuzkümmel untergemischt werden. Die Alternative zu moros y cristianos ist arroz congri, wobei statt schwarzer Bohnen dann rote Bohnen verwendet werden. Als Vorspeise weit verbreitet ist Hühnersuppe, die aber oft sehr fettig ist, oder pürierte Gemüsesuppen. Salat besteht meist aus Karotten, Gurken und Tomaten. Kubas tropische Früchte werden an Strassenrändern und auf den Bauernmärkten angeboten.
Typisch kubanische Gerichte Ananasgemüse Die Ananas wird halbiert und ausgehöhlt. Dann wieder mit gedünstetem Gemüse und den rohen Ananasstücken aufgefüllt, mit Kurkuma, frischem Koriander und Kokosflocken gewürzt. Callu Eine Speise aus Mehl und Schweinefleisch mit vielen Gewürzen. Conejo con ajo Kaninchen in Öl, Knoblauch, Tomaten, Zwiebeln und Gewürzen im Ofen gegart. Picadillo habanero Rindergehacktes mit Tomaten und Oliven gebraten.
Congri – Kubanisches Nationalgericht Eine Mischung aus zwei Teilen Reis und einem Teil schwarzer Bohnen. Die Bohnen und eine klein geschnittene Paprikaschote werden mit der dreifachen Menge Wasser über Nacht eingeweicht und fast gar gekocht. In der Pfanne klein geschnittene Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und Chili in Öl andünsten, mit Wasser ablöschen und die Bohnen dazu geben, salzen und pfeffern. Dann den Reis und evtl. Wasser einrühren und 20 Minuten im geschlossenen Topf quellen lassen. Fufu Kochbananen werden püriert und mit gerösteter Schweineschwarte gemischt. Ochinchin Krebsfleisch mit Kresse und Mandelmus. Tamales Mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Maismehltaschen, die in Maisblättern eingewickelt und gebacken werden. Platanos maduro Unreife Kochbananen werden in Scheiben geschnitten und zwischen zwei Holzbrettern platt geklopft. Anschliessend werden sie gewürzt, in Ei gewendet und frittiert. Flan Süsse Creme Caramel Natilla Süsser Vanillepudding Casquito de guayaba con queso Guavenmarmelade mit einer Scheibe Käse. Oder Kokosflocken mit Käse und Zucker gemischt. Churros Fettgebäck mit Zucker bestreut. Cucuruchu In Tüten aus Bananenblättern gefüllte Fruchtmischung aus Ananas, Kokosmilch und Honig.
Nach dem Essen gehört eine Tasse Kaffee immer dazu: der starke Cafe cubano, Cafe americano –schwarz, aber auch mit Milch serviert, Cafe con leche –der Milchkaffee und der Cafe mezclado – mit Zusätzen wie Zichorie.
Weitere beliebte Getränke sind neben Rum der Zuckerrohrsaft Guarapo, Tamarindensaft, frisch zubereitete Fruchtsäfte, Bier, Wein und verschiedene Liköre.
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