Länderinfo |
||
Allgemeine Informationen
|
||
Kuba ist nach wie vor ein sozialistischer Staat mit zentraler Lenkung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks 1990 verlor es weitgehend seine bisherigen Exportmärkte und wirtschaftliche Unterstützung. Dies verursachte eine tiefgreifende Wirtschaftskrise ("Sonderperiode") mit Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bis 1993 um mindestens 35%, die noch nicht überwunden ist. Vorsichtige Maßnahmen zur Reform und Umgestaltung der Wirtschaftsstruktur (insb. Förderung von Tourismus und ausländischen Investitionen) haben zwar zu teilweiser wirtschaftlicher Erholung geführt (BIP-Wachstum 2000: 5,6 %, 2001 allerdings nur noch 3 %). Davon spüren jedoch weite Teile der Bevölkerung wenig, und ihre ökonomische und soziale Situation bleibt prekär. |
|
|
Verständigung ist in der Regel nur auf Spanisch möglich. Kubaner, die Fremdsprachen, wie Englisch oder Deutsch (30.000 Kubaner waren in der ehemaligen DDR) beherrschen, sind die Ausnahme. In größeren Hotels bemüht man sich allerdings immer mehr um Fremdsprachenkenntnisse des Personals. |
|
|
Für Rundreisen im Lande kommen in erster Linie für den Auslandstouristen organisierte Bustouren, aber auch Mietwagen in Betracht, wobei Busfahrten hinsichtlich Verkehrssicherheit und Benzinversorgung weniger problematisch sind. Für Autofahrten ist höchste Wachsamkeit erforderlich. In letzter Zeit haben sich eine Reihe von teilweise schweren Unfällen mit Personenschaden ereignet, an denen ausländische Fahrer beteiligt waren. In solchen Fällen verhängen die kubanischen Behörden unabhängig von der Schuldfrage z. T. drakonische Haftstrafen gegen die ausländischen Fahrer, insbesondere wenn Personen verletzt oder getötet wurden. Gefahren im Straßenverkehr resultieren aus schlechtem Straßenzustand, unvorhersehbarem Fahrverhalten sowie technischen Unzulänglichkeiten (keine Beleuchtung, Bremsversagen etc.) auf die besonders auch bei der Anmietung von Mietwagen geachtet werden sollte. Auf Tankfüllung achten – Tankstellen sind außerhalb der Großstädte selten und haben manchmal kein Benzin. Kubaner verständigen sich im Straßenverkehr z. T. durch ein System von Handzeichen, die für Ausländer zunächst nicht verständlich sind. Nachtfahrten über Land sollten wegen der schlechten Straßenverhältnisse, unbeleuchteter Fahrzeuge (wie Fahrradfahrer und Pferdefuhrwerke), Fußgänger und Vieh auf der Fahrbahn gänzlich vermieden werden. |
|
|
Zahlungsmittel
|
||
Ausländer können in Kuba grundsätzlich nur mit US-Dollar zahlen Lediglich im Touristenort Varadero wurde der Euro probeweise als offizielles Zahlungsmittel eingeführt und kann auch nur dort genutzt werden. Vom 1. November an soll der Euro auch auf den Inseln Jardines del Rey und Cayo Largo akzeptiert werden. |
|
|
Ein Erwerb von Landeswährung (nichtkonvertible Pesos) ist nicht erforderlich. Darüber hinaus ist die Ein- und Ausfuhr von Pesos verboten. Wegen des US-Embargos gibt es keinen Zahlungsverkehr zwischen Kuba und den USA. Die Kreditkarten (Visa, Eurocard/Mastercard) deutscher Bankinstitute werden i.d.R. in allen größeren Hotels und Restaurants akzeptiert, nicht jedoch Kreditkarten US-amerikanischer Institute (American Express; Diners Club) und nicht diejenigen deutscher Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute (z.B. Citibank). |
|
|
(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten |
||