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Nach 10 Stunden Flug und 3 Stunden Transfer nach Santiago de Cuba kamen wir ( 4 Personen ) endlich in unserem Hotel an. Reiner traf sich nachdem wir uns frisch gemacht hatten in einem Restaurant, wo wir die weitere Vorgehensweise besprachen.
Am gleichen Abend wollten wir nichts mehr starten, da wir uns zu sehr nach unserem Bett sehnten und am nächsten Tag fit und ausgeschlafen sein wollten. Für den nächsten Tag planten wir Verteilaktionen bei einer Tour durch die Stadt. Stilgerecht im alten Straßenkreuzer fuhren wir durch die Straßen und Viertel, die ein Tourist normalerweise nicht zu sehen bekommt.
Bei unseren Verteilaktionen auf den Straßen waren schnell regelrechte Menschenansammlungen aufgekommen, die sich manchmal zu gierig auf unsere Geschenke stürzten. Doch die Gesichter und das aufgedrehte Schnattern der Kinder war Entschädigung genug.
Die Gastfreundschaft in Kuba ist sehr groß und so wurden wir in Hinterhöfe eingeladen, wo man uns Ananassaft servierte und uns den besten Stuhl aus der guten Stube holte. Und schnell vergaßen wir die Zeit und hörten was die Leute zu erzählen hatten, wie sie ihr Leben führen und welche Probleme sie täglich zu bewältigen haben.
Überall wurden wir in die Häuser eingeladen und sofort wurde das gute Prozellan oder die guten Gläser herausgeholt um uns Kaffee, oder Cocktails anzubieten. Die Freundlichkeit der Menschen überwältigte uns, angesichts ihrer stellenweise misslichen Situation.
Abends besuchten wir ein Musik - Festival am Park Cespedes wo wir dem kubanischen Nachtleben beiwohnen durften. Es wurde auf der Straße getanzt bei Live - Musik diverser Bands. U.a. auch das MN Sexteto, dass auf unseren Videos zu hören ist.
Zum Abschluß besuchten wir eine Tanzrevue, die alternativ zum Tropicana aufgeführt wir im Cabaret San Pedro del Mar. Dort genossen wir eine farbenfrohe Show mit bewegenden Stimmeinlagen von ausgezeichneten Sängerinnen. Die Näherin der aufwendigen Kostüme bekam von uns Kurzwaren und Nähsets, worüber sie so dankbar war, dass wir ein Blick hinter die Kulissen werfen durften.
Wenn Sie dieses Video sehen möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail und wir veröffentlichen es hier auf unserem Portal.
Am zweiten Tag starteten wir unsere Verteilaktion ausserhalb in den vorgelegenen Siedlungen von Santiago und genossen die herrliche Landschaft.
Beim Besuch einer Plattenbausiedlung durften wir in Wohnungen filmen und wurden wiederum zu Kaffee und Cocktails eingeladen. In der Regel blieben wir beim Kaffee, da das Klima noch zu anstrengend für uns war. Offene Türen auf den Hausgängen, eine Fahrstuhlführerin die den ganzen Tag anspruchsvolle Literatur liest und ein Aufzug, der das Gesamtgewicht misst. Beobachtungen bei der Hausarbeit, Kinder die auf den Gängen spielten und vieles mehr beobachteten wir in diser Siedlung.
Die Kinder bekamen Spielzeugautos, Baseball - Caps und BonBons ( in Maßen ). Der Genuß und die Freude darüber zeigt sich in unserem Video. Die Bilder zeigen dies nur andeutungsweise und geben nicht die Faszination der Kinder über eine Kamera, bzw. eine Camcorders wider.
Der Junge rechts ( ohne Baseball - Cap ) hatte Plastiksandalen an, die aufgeschnitten wurden, damit er besser hineinschlüpfen konnte. Der Grund war, dass die Sandalen zu klein waren. Wir schenkten ihm ein paar neue Schuhe und wurden zum Dank geküsst.
Anschließend fuhren wir in die "Straße der Kinder". Dort gibt es eine Art Kinder Hort, den wir besuchten und T-Shirts, Baseball-Caps, Süßigkeiten und diverse Geschenke verteilten.
Dazu haben wir ein Video gedreht, dass auch noch unsere diversen Schulbesuche zeigt. Dieses Video ist in einer Qualität speziell für Web-Präsentationen konvertiert und daher nicht von bester Qualität. Bei Interesse können Sie dieses Video auf VCD bei uns bestellen.
In der Straße der Kinder angekommen, wurden wir schon von den Kindern erwartet. Am Vortag hatten wir uns angemeldet. Die Kinder kamen alle mit ihren Spielsachen auf die Straße gestürmt und zeigten uns wie sie spielten.
Schnell bildete sich eine Traube um uns, als wir mit dem Verteilen unserer Mitbringsel begannen. Es war ein Ergeignis für die Kinder, dass diese so schnell nicht vergessen würden.
Abends waren wir noch in der Stadt unterwegs und verteilten Geschenke spontan.
Am letzten Tag in Santiago verabschiedeten wir uns von unseren Freunden und machten uns auf in Richtung Landesinnere. Unser bevorzugte Ziele waren an diesem Tag Schulen.
Schulen sind in Kuba ganz einfach zu erkennen. Vor jeder Schule ist die kubanische Flagge am Fahnenmast aufgezogen, es ist eine Büste von Matiz davor und meistens sieht man Kinder in der typischen Uniform in Schulnähe.
Wir besuchten also mehrere Schulen und brachten u.a. Mal - und Bleistifte, Radiergummis, Blöcke, Kugelschreiber und ein paar Süßigkeiten mit. Leider durften wir nicht überall filmen, da wir vom imperialistischen Ausland kommen und unter Umständen das kubanische Schulwesen ausspionieren könnten.
Doch ein paar Lehrerinnen sahen dies nicht so eng und zeigten uns alles bereitwillig. In jeder Schule wurden mehrere Klassen unterschiedlicher Stufen.
Zu erkennen ist dies meist an den Uniformen.
- Rot = Grundstufe
- Oggergelb = Mittelstufe
- Blau = Oberstufe
Halstücher in unterschiedlicher Farbe unterscheiden noch einmal die Klasse.
Begleitet wurden wir von Willi, der für uns übersetzte und uns den Weg in die Schulen öffnete. Willi ist auf Kuba Fremdenführer, spricht sehr gut deutsch, italienisch und etwas englisch. Er ist für Cubanacan tätig, welche die bessere Wahl bei Ausflügen durch Kuba ist, da die Fremdenführer eine gewisse Qualifikation benötigen, um dort zu arbeiten.
Normalerweise benötigt man für die Strecke von Santiago de Cuba nach Guardalavaca ca. 2 Stunden. Wir benötigten das Doppelte an Zeit und kamen dann endlich zufrieden und erledigt in unserem Ferienhotel an. Das Rio de Luna ist für uns mittlerweile eine feste Institution bei unseren Aufenthalten in Kuba geworden. Überzeugt sind wir von dem traumhaften Strand, der excellenten Wasserqualität, dem sehr guten Service und den netten Angestellten im Hotel.
Vom Rio de Luna aus war geplant mindestens noch ein Schule zu besuchen, einmal nach Holguin zu fahren und auch dort Verteilaktionen druchzuführen und in den Fischerdörfern Hilfsmittel zu verteilen. Dies führten wir auch durch, um dann anchließend unseren restlichen Urlaub in Kuba zu genießen.
Wir planen auch im kommenden Jahr ein Projekt und suchen hierfür "Sponsoren", die uns mit Werbegeschenken unterstützen. Private Spenden, bzw. Sachspenden helfen uns sehr. Über den genauen Zeitpunkt informieren wir Sie wieder hier auf unserem Portal.
Ihr Kuba Info Team
KIT