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Invasion in der Schweinebucht

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Nach dem Regierungsantritt Fidel Castros 1959 hatte US-Präsident Dwight D. Eisenhower Kuba mit einem Wirtschaftsboykott belegt. Daraufhin näherte sich Kuba politisch und wirtschaftlich der Sowjetunion an, wodurch die USA ihre Sicherheitsinteressen im mittelamerikanischen Raum bedroht sahen.
Im Januar 1961 brachen die USA die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab. Bereits im Jahr zuvor hatte der US-Geheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) mit Vorbereitungen für eine Invasion in Kuba begonnen und zu diesem Zweck gegenrevolutionäre Exilkubaner in den USA militärisch ausgebildet. Eisenhowers Amtsnachfolger John F. Kennedy genehmigte den Invasions-Plan.
Am 17. April 1961 landeten circa 1 300 Exilkubaner, ausgerüstet mit amerikanischen Waffen und unter der Leitung der CIA, in der Bahía de Cochinos (Schweinebucht) an der Südküste Kubas. Die CIA hatte damit gerechnet, dass die Invasion in Kuba einen Aufstand der Castrogegner auslösen würde, dem sich auch Teile der kubanischen Streitkräfte anschließen würden.
Die Invasoren sollten über die Insel nach Havanna vorstoßen, trafen aber völlig unerwartet auf den erbitterten Widerstand der Kubaner und mussten sich zwei Tage später geschlagen geben. Über 1 100 der Exilkubaner wurden gefangengenommen.

Nach dem Scheitern der Invasion sah sich die Regierung Kennedy innen- und außenpolitisch schweren Anschuldigungen ausgesetzt:

In den USA warf man Kennedy und der CIA vor, die Invasion ungenügend vorbereitet und unterstützt bzw. überhaupt unternommen und die Lage auf Kuba völlig falsch eingeschätzt zu haben. Im Ausland protestierte vor allem die Sowjetunion scharf gegen die Invasion und schloss eine sowjetische Intervention auf Kuba nicht aus. Die gefangenen Exilkubaner wurden gegen die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten im Wert von über 50 Millionen Dollar, die private Gruppierungen in den USA aufgebracht hatten, freigelassen.