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Projekt 2004 "para los cubanos"

Verlauf :

Nach einem Flug von über 10 Stunden stand unserer schnellen Abfertigung nichts mehr im Wege. Das Gepäck und unsere Hilfsmittel hatten wir nach langer Suche endlich auf die Wagen aufgeladen. Nach einer längeren Suche fanden wir unseren Bus, der uns erst einmal ins Hotel brachte. An diesem Tag planten wir keine Aktionen.

Havanna stellte sich für uns zu einem kleinen Problem dar, weil viele der Kubaner auf kleine Geschenke spekulieren und diese dann zu Geld umwandeln. Oft war es so dass wir auch direkt angesprochen wurden und meist unsere Sachen die wir selbst trugen gewünscht wurden. Oft wollten sie die Base-Caps, oder Gürteltaschen bzw. die Sonnenbrillen.

Unsere Verteilaktionen beschränkten sich dann auf diejenigen, die noch nicht mit so viel Kalkül auf "Abzocke" waren - die Kinder.

Im Kleinen verteilten wir das, was kindertauglich war und beschlossen in den weniger von Touristen frequentierten Gegenden weiter fortzufahren. Aber auch hier konnten wir den Kleinen eine kleine Freude machen und fanden neue Motivation.

Havanna ist nicht so sehr Kuba wie der Rest des Landes, da es hier mehr gibt, als in den anderen Provinzen. Daher haben die Einwohner dieser Stadt auch einen auf den ersten Blick besseren Stand. Das Grundproblem der Kubaner besteht aber dennoch auch bei ihnen.

Unser Weg führte uns weiter nach Cienfuegos, wo wir eine Schulklasse der Mittelstufe trafen, denen wir Schulbedarf übergaben.

- Buntstifte
- Kugelschreiber
- Bleistifte und Spitzer
- Papier
- Bon Bons

Dafür durften wir als Dankeschön an dem Unterricht teilnehmen, der auf dem Platz direkt stattfand.

Weiter auf unserer Strecke nahmen wir uns Trinidad vor. Auch hier bemerkten wir, dass die Menschen die direkt mit den Touristen zu tun hatten auch direkt versuchten ihren Vorteil aus diesen Begegnungen zu schöpfen.

Jedoch bestätigten auch hier Ausnahmen die Regel, wie dieser alte Mann, der uns nur fragte wo wir herkommen und mit uns ein wenig in Deutsch sprach. Aber auch er bekam etwas, was gebrauchen konnte. Es kristalisierte sich heraus, dass wir nur ganz gezielt vorgehen konnten.

Beim Zug durch die Gassen fanden wir sie dann doch wieder die Kinder Kubas`und verteilten hier Kleinigkeiten die ihre Augen zum Leuchten brachten.

Es ging weiter nach Camaguey über Sancti Spiritus und während unserer Fahrt im komfortablen Bus mit Klima usw. sahen wir oft Kubaner am Straßenrand, die sogar Dollar anboten um eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. Da wir aber nur Teil einer Reisegrupper waren konnten wir den Reiseleiter nicht davon überzeugen, dass wir den Bus mit den Kubaner füllen. Jedenfalls nicht auf Anhieb, denn zum Schluss schafften wir es doch !

In Camaguey bot sich uns die Möglichkeit an einer Schule weiter die kubanischen Kinder zu beglücken.

Allerdings waren wir mit der Gesamtsituation nicht zufrieden und hofften in Santiago mehr zu bewirken.

In Santiago trafen wir unseren guten Freund Willi, der uns viele Türen öffnete und uns viele Möglichkeiten bot. So konnten wir in einer Gesamtschule, einer lernbehinderten Klasse aus der Unterstufe einen großen Tag bereit, indem wir dick gefüllte Taschen auspackten. Erst wollte die Direktorin nicht, dass wir fotografierten, aber als sie merkte, dass wir nur helfen wollten schmolz das Eis rasend schnell und wir wurden beim Abschied mit warmen Worten und einer herzlichen Umarmung gehen gelassen.

Santiago ist bekannt für seine Sportuniversität und die starken Baseballmannschaften. Wir besuchten eine Klasse dieser Uni und verteilten Baseballkappen und Geschenke die wir großzügigerweise von adidas ur Verfügung gestellt bekamen.

Leider konnten wir nicht alle im Team damit versorgen, aber der Trainer hatte die kubanische Lösung parat und setzte kurzerhand die ganzen Geschenke als Prämie aus, für gutes Trainieren.

Nach einer Woche Rundreise waren wir mit dem Gesamtergebnis nicht so sehr zufriede. Unsere Erwartungen waren zu hoch. Wir hatten nur knappe 100 Kilo Hilfsmittel verteilen können und konnten nciht gezielt genug vorgehen. Aber es hat uns trotzdem an Erfahrung reicher gemacht. Reiner und Willi besprachen mit mir abschließend, was wir in Zukunft besser machen müssen ( siehe Bild ).

Auf unserer weiteren Fahrt nach Guardalavaca konnten wir dann wieder an unseren bekannten Stellen und bei unseren Freunden weitere Geschenke verteilen, die jene wiederum weiter verteilten.

Perspektive 2005

Ein Projekt in dieser Form kam nicht mehr für uns in Frage, da wir zu sehr streuen und nicht gezielt helfen konnten. Daher musste eine Entscheidung her, die sich auf ein Kerngebiet konzentrierte. Und da lag nichts näher als die Kinder. 2005 untersützten wir Milchprojekte in Kuba für die Kinder.

2006 - ein großer Schritt

Nach vielen Telefonaten und vielen Mails sind wir nun in der glücklichen Situation Platz in einem 20 Tonnen Seecontainer zur Verfügung gestellt zu bekommen. Der Weg von Deutschland nach Mexiko ist schon gesichert und die momentane Situation erlaubt es uns zu hoffen, dass wir einen günstigen Transport mach Kuba finden.

Wir werden Sie hier demnächst über weitere Fortschritte informieren.

Ihr

K.T.T.